Fachleute erklären Rechenschwäche
(auch Dyskalkulie genannt) als
„Teilleistungsstörung beim Verständnis der grundlegenden
Rechenoperationen und des Stellenwertsystems bei ansonsten guten
oder sogar überdurchschnittlichen Leistungen in der Schule“.
Dies heißt nichts anderes, als dass Menschen
mit Rechenschwäche sehr oft viele gut oder auch sehr gut
ausgeprägte Fähigkeiten haben:
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sie können oft gut lesen und schreiben, |
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sie können sich meistens gut konzentrieren, |
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sie können gut auswendig lernen, |
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sie sind kreativ, |
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sie verfügen über viele soziale Kompetenzen, |
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und noch einiges mehr! |
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Das einzige Problem ist, sie
können nicht rechnen!
| Woran erkennt man denn nun aber
eine Rechenschwäche? |
Wenn Ihnen als Eltern von Grundschulkindern (aber
auch älteren Kindern) die folgenden Ergebnisse von Rechenaufgaben
bekannt vorkommen, dann kann es sein, dass Ihr Kind eine Rechenschwäche
hat.
Im Übrigen: Alle Ergebnisse sind Ergebnisse
von Rechenoperationen mit Zahlen – nur wenden Menschen mit
Rechenschwäche die falschen Regeln an.
Der Grund dafür ist, dass sie die „Spielregeln“
unseres Rechensystems, des Dezimalsystems, nicht verstanden haben.
Versuchen Sie doch erst einmal die Erklärungen
für die – falschen – Ergebnisse selbst herauszufinden.
Denn die erste Aufgabe von Menschen, die mit rechenschwachen Kindern
zu tun haben, ist es, die Rechenwege des Kindes nachzuvollziehen.
Die Erklärungen finden Sie hinter den Beispielen..
| Beispiel 1: |
22 + 5 = 9 |
Erklärung
>> |
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| Beispiel 2: |
47 + 14 = 88 |
Erklärung
>> |
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| Beispiel 3: |
4 + 3 = 6 |
Erklärung
>> |
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| Beispiel 4: |
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Erklärung
>> |
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| Beispiel 5: |
62 - 7 = 65 |
Erklärung
>> |
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| Erklärungen für die – falschen
– Rechenergebnisse: |
| Beispiel 1: |
22 + 5 = 9 |
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Ist doch klar: 2 + 2 + 5 = 9 |
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| Erklärungen für die – falschen
– Rechenergebnisse: |
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4 + 4 = 8 und 7 + 1 = 8 Das Kind denkt: „4
+ 4 kann ich gut, das rechne ich einfach“
Nichtbeachtung der Bedeutung von Einern und
Zehnern |
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| Erklärungen für die – falschen
– Rechenergebnisse: |
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Fehler entsteht beim Beginn des Abzählens bei
der „4“
und nicht bei der „5". |
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| Erklärungen für die – falschen
– Rechenergebnisse: |
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Das Kind denkt: „2 – 5“ darf ich
nicht, deswegen rechne ich einfach: „5 –
2“. |
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| Erklärungen für die – falschen
– Rechenergebnisse: |
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| Sogenannter „Klappfehler“:
Die Zerlegung der 7 in 2 und 5 erfolgt richtig, beim
Rechnen vertut sich das Kind nach dem Abziehen von
2 dann in der Richtung und addiert die verbleibenden
5 zu der richtig errechneten 60. |
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| Ihnen als Eltern könnten folgende
Hinweise auf Rechenschwäche auffallen: |
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Ihr achtjähriges Kind „rechnet"
immer noch mit den Fingern. |
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Ihr Kind braucht für die Mathematik-Hausaufgaben unendlich
viel Zeit. |
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„Einfache" Textaufgaben sind für Ihr Kind
ein Buch mit sieben Siegeln. |
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Ihr Kind wählt oft ungewöhnliche Rechenwege und
kommt zu merkwürdigen Rechenergebnissen – wie oben
beschreiben. |
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Die Lehrerin Ihres Kindes hat schon vieles ausprobiert,
um dem Kind das Rechnen zu erklären – nichts hilft. |
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Ein bisher fröhliches und unbeschwertes Kind wird im
Laufe der Grundschulzeit immer bedrückter und verschlossener. |
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Das Kind hat oft Bauch- oder Kopfschmerzen und mag manchmal
nicht mehr in die Schule gehen. |
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Ihr Kind war auch schon bei der „Nachhilfe" -
ohne Erfolg. |
Wenn solche Hinweise gehäuft auftreten,
machen sich
alle Eltern Sorgen.
Wenden
Sie sich an das RTZ,
wir
helfen Ihnen, Klarheit zu bekommen.